Besucher

 

 

 

 L I M E R I C K S 

Teil  2

 . . . . . . .

Die Sammlung meiner Limericks beläuft sich auf mehr als 1700 Stück. Etliche kursieren hier und dort im Internet bei Freunden und Liebhabern dieses Genres.
Ein Zeitung druckte sie für mehr als 2 Jahre regelmäßig ab.

Es gab bekanntlich Zeiten, da veröffentlichte jede qualitativ
gute und anspruchsvolle Zeitschrift und Zeitung einen oder mehrere Limericks pro (Wochenend-) Ausgabe, heute scheinen sie den meisten Redakteuren und Herausgebern leider nicht mehr "en vogue" zu sein - oder ihr Humorgeschmack hat sich möglicherweise verändert:
So findet man nunmehr stattdessen immer häufiger (meist platte) Witze, nicht immer von der besten Qualität, vermutlich, weil sie kostenlos erhältlich sind.
Jammerschade! Vielleicht kamen die Redakteure aber auch zur folgenden Überlegung: 

 . . . . . . . 

Humor, so hört man immer wieder,
sei die beste Medizin...

Doch weil diese Medizin nichts kostet,
kann sie nichts taugen.

Wir schließen uns dieser Meinung an,
da können wir nichts falsch machen.

So lautet  heute offenbar die allgemeine Einstellung der Zeitungsmacher. Schade und sehr bedauerlich!

-------------------------------------------------------------------------------------

Ein Verlag zum Veröffentlichen ist willkommen!  Für Buch, Zeitung, Zeitschrift ...  - um wieder an frühere humorvolle
Zeiten anzuknüpfen.

----------------------------------------------------------------------------------

 

Hier weitere Beispiele aus meiner
umfangreichen Sammlung:

2. Serie 

 

-----------------------------------------

 

 

Der Redner schimpft über Faschismus,

verdammt dann den Radikalismus.

„Sie haben vergessen“,

„das Wichtigste, den Rheumatismus!“

 

 

Heut’ gab es bei Lehmanns Fleischklops,

gekocht vom Chinesen Lee Dops.

Nachdem man gegessen,

- sie lobte sein Essen -,

vermissten sie Tom, ihren Mops.

 

 

Im Herbst macht Gerd Urlaub in Kärnten,

es war die Zeit zum Traubenernten.

Er hilft barfuß treten,

quetscht Saft aus den Reben,

vom neuen Geschmack sie lang' schwärmten.

 

 

Beim Feuerwehreinsatz geht Zilf

zum Pinkeln mal kurz hin zum Schilf.

Ein Bub stand dabei

und fragt frech und frei:

„Meinst, Onkel, dass das bisschen hilft?“

 

 

Herr Pfarrer Keusch wettert’ entschieden

laut gegen das eh’lose Lieben.

„Ihr sündigt, ihr Leut’,

kniet nieder, bereut!“

Verschmitzt seine Hausmagd tat grienen.

 

 

Franziska, die Fesche, aus Ried,

die hatte den Egon so lieb.

Doch der biss nicht an,

da füllt’ sie den Mann

mit Schnaps, bis er gern bei ihr blieb.

 

 

Ein Pfarrer ging zur Gießerei.

Man fragt’ ihn, wie heiß Hölle sei.

„Man schleckt Glockenspeis

dort als Speiseeis

zur Kühlung. Und nun Frage zwei!“

 

 

Der hochwohlgeborne Graf Rau

hatt’ Blut, das war durch und durch blau.

Ihm ging einmal aus

die Tinte zu Haus,

da schrieb er mit Eigenblut schlau.

 

 

Ein Fräulein, ein keckes, aus Herne,

das spielte mit Männern so gerne

bis sie sich verliebt,

ein Kind von ihm kriegt,

da spielt’ er mit ihr - und floh ferne.

 

 

Man weiß, Wasser hat keine Balken,

hätt’ Josef sich nur d’ran gehalten!

Schwamm zu weit hinaus

aufs Meer, da war’s aus;

ein Hai hat für Fraß ihn gehalten.

 

 

Ein Hinweisschild am Badestrand

gab Schwimmgrenzen im Meer bekannt.

Ein Hai, dieser Flegel,

missachtet die Regel,

er außerdem nicht lesen kann.

 

 

Frau Huber im Lotto gewann,

gleich schafft sie ein Auto sich an.

Nach 80 Fahrstunden

beim Lehrer Horst Runden,

war der ein gebrochener Mann.

 

 

Zur Hochzeit gurrt er: „Mäuslein, du!“

Draus wurd’ nach zehn Jahr’n: „Dumme Kuh!“

Doch sie zurückboxte,

aus „Spatz!“ wurde „Ochse!“,

die Tiergröße nahm ständig zu.

 

 

Der Herr Kaplan liebte den Wein,

bei Spätlesen sagt’ er nie - nein!

Nach durchzechter Nacht

er sehr spät erwacht

im Arm von der drallen Kathrein.

 

 

Auf’s Auto hatt’ Karl lang gespart,

nun endlich kam die Jungfernfahrt.

Er brauste gleich los

mit Vollgas, famos;

zurück kehrt er still - aufgebahrt.

 

 

Ein U-Boot war abgetaucht tief,

da plötzlich von außen wer rief:

„Ich bin so allein,

lasst mich doch herein,

ich bin euer Käpten, der Chief!“

 

 

Für Franz heut’ sein Testjob begann,

zog schussfeste Westen sich an.

Dann macht es ‚bum - bum’,

da fiel Franz tot um,

man muss weiter arbeiten d’ran.

 

 

Es ging eine Tonne von Frau

am Strand im Bikini, hellblau.

Und lacht jemand drum

sagt sie, gar nicht dumm:

„Im O-ri-ent wär ich ‘ne Schau!“

 

 

Ruth ölte am Strand sich gut ein,

der Schutz musste unbedingt sein.

Sie stolpert’, fiel hin,

ihr Mann fand’s nicht schlimm,

als Sandpapier setzt’ er sie ein.

 

 

Das Fernseh’n verdient einen Orden,

man kann jetzt schon am frühen Morgen

sich passiv verhalten,

sein Denken abschalten,

denn das wird das Fernseh’n besorgen.

 

 

Pauls Ehe hat Sand im Getriebe,

vorbei war die ganz große Liebe.

Der Pfarrer wollt’ schlichten,

die Eh’ wieder richten;

da kriegte er von beiden Hiebe.

 

 

Die Heirat soll diesmal sich lohnen!

Ich nehme mir eine Baronin.

Doch Pech für Franz Schindler,

- er war Heiratsschwindler -

nur Schulden hat sie, statt Millionen.

 

 

Ein’ Liebesfilm dreht Star Joe Krauch,

die Diva verhöhnt’ seinen Bauch.

Da aß voll Genuss

vorm nächsten Filmkuss

er fünf Zähen Stinkeknoblauch.

 

 

Ein Scheich, der besaß zwanzig Damen,

die warteten auf ihn im Harem.

Wollt’ er mal Vergnügen,

ließ er sie links liegen

und schlief - ganz allein - voll Behagen.

 

 

Viel Mut zeigte heute Klaus Jung,

wagt’ einen zehn Meter Turmsprung.

Als er fühlt die Kruste

von Gips, er gleich wusste,

dass ihm dieser Salto misslung.