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Thema: Wasser für die Welt

 

Was ist „Virtuelles“ Wasser? 
                                                                                                               

                                                                                verfasst 2009

Einleitung 


Wieviel Trinkwasser, unser Lebensmittel Nummer 1, verbrauchen die Menschen in Deutschland durchschnittlich pro Tag? Die übliche Antwort lautet: Etwa 125 bis 130 Liter für jeden Bundesbürger, ob groß oder klein. Es hat sich allerdings durch eine sehr viel genaueren Berechnung herausgestellt, dass diese Antwort grund­legend falsch ist. Die Menschen verbrauchen in Wahrheit, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern weltweit erstaunlich viel mehr Wasser. Für jeden Deutschen sind das zur Zeit, nach der neuen und sehr viel genaueren Berechnungsart, rund 4000 Liter pro Person und Tag! Umso wichtiger ist es also, mit dem köstlichen und wertvollen Nass möglichst sparsam, vor allem aber verantwortungsvoll umzugehen, sind doch die Ressourcen vielfach nicht nur knapp, sondern die Qualität des Trink- und Grundwassers nimmt seit langer Zeit schon permanent ab, weltweit. Wie aber kommt es zu diesem erstaunlich großen Unterschied in der Berechnung des tatsächlichen Wasserverbrauchs?

Virtuelles Wasser


Der britische Wissenschaftler John Anthony Allan ist der Erfinder bzw. Entdecker des „virtuellen Wassers“. Für diese außerordentlich wichtige und zukunftsweisende Entdeckung hat er 2008 den Stockholmer Wasserpreis erhalten, der mit 150.000 Dollar dotiert ist. Dieser Preis wird jährlich seit 1991 in Verbindung mit der Weltwasserwoche in Schwedens Hauptstadt vergeben. Einziger deutscher Preisträger war im Jahre 2003 der Münchener Forscher
Professor Peter A. Wilderer *, Wasserexperte über nachhaltiges Wassermanagement. Als „virtuelles Wasser“ wird der gesamte Wasserverbrauch bezeichnet, der zur Herstellung von Produkten, die die Menschen und Tiere täglich ver- und gebrauchen, insgesamt erforderlich ist. Das ist eine neue aber ganz reale Berechnung, die bisher stets übersehen und nirgendwo berücksichtigt wurde. Um beispielsweise eine Tasse Kaffee genießen zu können, sind für Wachstum der Pflanze, Herstellungsprozesse, Verpackung und Versand der Bohnen etc., lt. Untersuchung von John Anthony Allan, 140 Liter „virtuelles“ aber eben ganz reales Süßwasser erforderlich. Für einen Fleisch-Hamburger sind nach dieser Berechnung schon 2400 Liter virtuelles Wasser erforderlich.

 

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